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Karin Holleis

Hedlerreuth 30
95493 Bischofsgrün/Birnstengel
Tel: 09276-91130

 


 Am 17. Oktober 2007 strahlte das Morgenmagazin von ARD und ZDF diesen Film aus.

 

Text von www.daserste.de - Link: http://www.daserste.de/moma/livebeitrag_dyn~uid,vonx3hvjpnpbxrg2~cm.asp


Mittwoch, 17. Oktober 2007

Live aus Wald und Wiese
Leckeres von der Wiese - Die Kräuterfrau von Bischofsgrün

Nach zwei Tagen mit Reportagen aus dem Wald ist unser Reporter Peter Schreiber diesmal auf einer Wiese in der Umgebung Bayreuth unterwegs. Er ist zu Gast bei Karin Holleis in Bischofsgrün. Frau Holleis bezeichnet sich selbst als „Kräuterfrau“. Vor einigen Jahren machte sie aus ihrem leidenschaftlichen Interesse für Kräuter einen Beruf. Sie verarbeitet Pflanzen zu Essbarem und heilenden Tinkturen, berät Menschen in Gesundheitsfragen, leitet Kräuterwanderungen und Kräuterseminare und vieles mehr.

Im Herbst gilt ihr Interesse vor allem den Wurzeln von Wildkräutern, die sie sammelt und verarbeitet. Von ihrem Haus aus hat man einen phantastischen Blick über die weitgehend naturbelassenen Wiesen der Umgebung. Damit möglichst viele Wildkräuter wachsen, ist es wichtig, dass eine solche Wiese nicht gedüngt und nicht zu oft gemäht wird.

Bei der Auswahl der Zutaten für die Küche sei es wichtig, nicht nur die richtigen Kräuter zu sammeln, sondern möglichst auch junge, nicht zu trockene Exemplare von ihnen, erklärt sie Peter Schreiber und weist auf eine Beifußpflanze, die schon viele harte und zähe Triebe ausgebildet hat. Der Beifuß zählt in unseren Breiten zu den ältesten nachweisbaren Heilpflanzen. Reste davon wurden schon in Höhlen der Steinzeitmenschen gefunden.

Die Brennnessel, von Gärtnern nicht gerade geliebt, ist für Karin Holleis kein Unkraut, sondern eine wild wachsende Pflanze, die sich vielfältig beim Kochen verwenden lässt. Man solle sie aber nicht über 70 Grad erhitzen, damit ihre Vitalstoffe nicht verloren gehen.

In der Küche werden derweil Blätter paniert und in der Pfanne ausgebacken, darunter solche von der Fetthenne, vom Salbei und Blüten der Kapuzinerkresse. Als Panade wird ein Bierteig verwendet. Natürlich lässt Peter Schreiber es sich nicht nehmen, ein knusprig paniertes Salbeiblatt zu probieren.

Shakira, die vierjährige Enkelin von Frau Holleis, hat sich unter die vielen Leute gemischt, die in der Küche alle möglichen Kräuterrezepte ausprobieren. Ihr Lieblingskraut ist die Ringelblume, jene hübsche orangefarbene Blume, die in vielen Gärten wächst. Eine der Besucherinnen von Karin Holleis hat gerade eine Ringelblumen-Butter zubereitet. Ringelblumen, Butter, Zimt und ein Spritzer Zitrone sind die Zutaten dafür.

Eine weitere Köchin verwandelt Körner, Flocken, Käse und eine Mixtur aus Kräutern zu Kräuterbratlingen, die wie Frikadellen aussehen, aber ganz anders schmecken (Rezept s. unten). Nachdem Peter Schreiber vieles in der Küche, auf der Wiese und im Garten probiert hat, muss er zugeben: Es gibt kein Unkraut, das nicht schmeckt. Und: Gegen den Siegeszug der Kräuter ist kein Kraut gewachsen.




Die Rezepte von Karin Holleis


 

  • Wildkräuterbratlinge
    (Rezept für ca. 30 Bratlinge)

    • 200 g Dinkelflocken (oder gekochten Reis)
    • 200 g Reibekäse
    • 50 g Sonnenblumenkerne
    • 50 g Pinienkerne (es können auch zerkleinerte Walnusskerne oder Haselnüsse sein)
    • 2 in Würfel geschnittene Zwiebeln
    • 2-4 Knoblauchzehen (kann auch weggelassen werden)
    • 1 Ei
    • 1/4 Liter Wasser
    • 1Tasse kleingeschnittene Wild- oder Gartenkräuter (im Winter können auch getrocknete Kräuter verwendet werden ) wie z. B Beinwell – Giersch – Knoblauchrauke – Sauerampfer – Kresse – Wiesenbärenklau – Gänseblümchen - Bärlauch - Kerbel – Petersilie – Estragon – Schnittlauch u.s.w. je nach Geschmack und Vorrat.
    • 1 EL. Brühe
    • 1Teel. Curry - 1Teel. Salz – 1Teel. Pfeffer – etwas Chilipulver
    • Paniermehl zum binden , wenn der Teig zu dünn geworden ist

    Alle Zutaten zu einem Teig verrühren und ca. 1/4 Stunde gehen lassen.
    Teig verkneten, gegebenenfalls Paniermehl dazugeben, bis ein gut formbarer Teig entstanden ist ca. 30 Bratlinge formen (wie Frikadellen) - nicht zu dick - um so dünner die Bratlinge sind , um so besser schmecken sie.
    Bratlinge heißem Fett wie Frikadellen ausbraten.
    Können gut vorher oder einen Tag früher ausgebraten werden, da die Bratlinge auch sehr gut kalt schmecken.
    Dazu passen gut Bratkartoffeln, Pfannenkartoffeln, Blechkartoffeln oder Kartoffelsalat oder auch einfach zwischen ein Brötchen mit Senf, Tomatensoße, Salat und Zwiebeln.
    Rote Soße oder Kräuterquark.



     
  • Wildkräutersalat

    • 2 Handvoll gemischte Kräuter nach Saison z.B.: Wiesenschaumkraut, Bitteres Schaumkraut, Mädesüß, Weiße Taubnessel, Sauerampfer, Giersch, Scharbockskraut, Löwenzahn, Wiesen-Bärenklau, Schafgarbe.
    • 2 Kopf Eisbergsalat, 2 Salat
    • 2EL Diest- oder Olivenelöl
    • 2EL Obstessig
    • 4 EL Apfelsaft
    1½ TL Senf
    • Salz und Pfeffer zum würzen
    • Etwas Butter
    • 8 Eier, 4 Scheiben Toastbrot

    Zubereitung: Eier kochen und pellen. Toast in Würfel schneiden und mit Butter und etwas Salz in der Pfanne rösten.
    Die gut abgetropften Kräuter grob klein schneiden und den Eisbergsalat auf Gabelgröße klein reißen.
    Aus Öl, Essig und Apfelsaft mit Salz, Honig und Senf eine Vinaigrette rühren, über die Kräuter gießen und vermischen. Auf einer großen Platte anrichten, mit Eiervierteln umlegen, geröstete Brotwürfel drüberstreuen und mit Gänseblümchen, Löwenzahn- oder Malvenblüten dekorieren.
    Anmerkung: Wenn gewünscht, können ausgelassene Schinkenspeckwürfel unter den Salat gemischt werden.
     

    Dieser Text gibt den Beitrag vom 17.10.2007 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

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